Hautprobleme

Liebevolle Berührungen sind Balsam für Seele und Gesundheit

Britta Strenger ist eigenverantwortlich für die Entwicklung von Behandlungs- und Produktkonzepten, Planung und Durchführung von Kosmetikseminaren, fachliche Leitung des Beauty Center, Konzeption von Ratgebern und Magazinen zuständig.
Britta Strenger

Kosmetologin

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und hat vielfältige Aufgaben zu erfüllen. Sie bietet nicht nur Schutz vor schädigenden Umwelteinflüssen. Dank Millionen von Berührungsrezeptoren spüren wir Wärme und Kälte, Strukturen, Texturen und Druck, aber auch die Richtung und Geschwindigkeit von Berührungen.

Ein zärtliches Streicheln über die Hand, eine herzliche Umarmung oder ein aufmunterndes Klopfen auf die Schulter sowie eine wohltuende Massage sind daher Gold wert. Berührungen geben Geborgenheit, Sicherheit und stärken die Bindungen zu anderen Menschen enorm. Sie reduzieren Stress und helfen dabei, dass wir uns vom hektischen Alltag erholen. Sich angenommen fühlen ist für die psychische und motorische Entwicklung eines Kindes lebenswichtig. Doch auch für Erwachsene, gerade im hohen Alter bis hin zum letzten Lebenstag, sind Berührungen von großer Bedeutung.

Durch den Hautkontakt werden im Gehirn Botenstoffe wie das Glückshormon Dopamin oder das Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet, die in uns Glücksgefühle auslösen. Ein erhöhter Oxytocin-Spiegel verringert Angstgefühle, Stress und Anspannungen. Wir fühlen uns entspannter und unser Wohlbefinden wird gesteigert.

Unser Tipp:


Umarmen Sie einmal am Tag für 20 Sekunden Ihren Partner, Ihr Kind oder einen Freund. Das sollte genauso zu Ihrem Gesundheitsrepertoire gehören, wie jeden Tag ausreichend Wasser zu trinken. Auch der Besuch bei Ihrer HILDEGARD BRAUKMANN Fachkosmetikerin tut Haut und Seele gut. Gönnen Sie sich regelmäßig eine manuelle Behandlung.

Den Wasserspiegel der Haut wieder in den natürlichen Fluss bringen

Der menschliche Körper besteht, abhängig von Alter und Geschlecht, zu fast 70 Prozent aus Wasser. Neben Sauerstoff ist Wasser der zweitwichtigste Stoff, den wir zum Leben brauchen. Es dient als Lösungs- und Transportmittel und ist essenziell für alle Stoffwechselprozesse. Viel Wasser zu trinken, wirkt sich positiv auf den gesamten Körper aus. Es wirkt entschlackend, kurbelt die Verdauung an, hält das Gehirn fit und sorgt für die Regulierung der Körpertemperatur. Auch für die Haut ist eine ausreichende Wasserversorgung essenziell, denn sie enthält ein Viertel des im Körper gespeicherten Wassers. Durch den höheren Wassergehalt kann sie besser durchblutet und somit mit mehr Sauerstoff versorgt werden. Der Hautstoffwechsel wird angekurbelt und die Schutz- und Abwehrfunktion gestärkt.

Ein guter Flüssigkeitsspiegel fördert sowohl die Versorgung als auch die Entsorgung aller Hautzellen. Er legt außerdem den Grundstein für gesunde Hautzellen, gesundes Wohlbefinden und Aussehen. Eine gut hydrierte Haut ist zudem weniger empfindlich, zeigt ein glatteres, elastischeres Profil und ist besser vor einer frühzeitigen Hautalterung geschützt.

Der Haut können wir meistens als Erstes ansehen, ob eine Person viel oder wenig trinkt. Fehlt dem Körper Flüssigkeit, dann wird dementsprechend auch das Wasser in der Haut weniger. Die Haut ist nicht mehr so widerstandsfähig und ihr fehlt es an Volumen. Es entsteht ein Spannungsgefühl, eine Neigung zu rauen, schuppigen und rissigen Hautstellen sowie Knitterfältchen. An den Augen kann es zu Schwellungen und Stauungen kommen.

Unser Tipp:


Nicht nur die Menge, auch die Art der Flüssigkeit ist entscheidend. Um den Bedarf zu decken, sollte auf alkoholische oder gesüßte Getränke verzichtet werden. Greifen Sie stattdessen lieber zu (Mineral-) Wasser z. B. mit einem Spritzer frischer Zitrone, ungesüßten Kräuter- und Früchtetees, Saftschorlen oder auch Gemüsesäften. Die Getränke am besten zwischendurch wechseln, damit keine Langeweile aufkommt.

Legen Sie Ihren Daumen mit etwas Druck z. B. auf die Wangen. Wenn sich die Haut anschließend knitterig zusammenzieht, fehlt Flüssigkeit.

Der Wasserhaushalt der Haut befindet sich im ständigen Austausch mit der Luft in unserer Umgebung. Wasser verdampft aus der Haut in die Umgebungsluft. Gleichzeitig kann die Haut auch Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft einfangen und in den Hornzellen binden.

Hierzu verwendet die Haut ein natürliches Gemisch aus verschiedenen Feuchtigkeitsspendern, das als „Natural Moisturizing Factor“ (NMF, übersetzt natürlicher Feuchthaltefaktor) bezeichnet wird. Diese Gruppe von Substanzen, die sich an der Oberfläche der Epidermis befinden, ist aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung in der Lage, Wasser zu binden.

Der natürliche Feuchthaltefaktor der Haut

HILDEGARD BRAUKMANN: Der natürliche Feuchthaltfaktor der Haut verhindert das Austrocknen der Haut

Der NMF besteht vor allem aus wasserliebenden Stoffen, wie:

  • Milchsäure,
  • verschiedenen Aminosäuren,
  • 3-Pyrrolidon-5-Carbonsäure,
  • Harnstoff (Urea), Ammoniak, Harnsäure und
  • anorganischen Ionen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium).

Sie sorgen dafür, dass das Wasser in den Hornzellen unserer Haut bleibt, verhindern so das Austrocknen der Haut und halten sie geschmeidig. Der NMF allein hat aber nicht genügend Anziehungskraft, um das Wasser auch bei trockener Umgebungsluft in der Haut zu halten. Die Natur ist daher immer um Ausgleich bemüht. Bei einem Feuchtigkeitsgefälle steigt physikalisch der Sog auf unsere knappen Wasserreserven in der Haut. Konkret bedeutet das: Je geringer die Luftfeuchtigkeit wird, desto mehr Wasser verdampft und geht der Haut verloren.

Um den Feuchtigkeitsgehalt unserer Haut zu erhöhen, müssen wir gleichzeitig zwei Ziele verfolgen: Feuchtigkeit halten und Verlust verhindern. Hier kann eine gut formulierte Creme helfen. Durch eine geeignete Hautpflege können dem System Lipide und Wasser wieder so zugeführt werden, dass diese dort gespeichert werden können.

Aquatisch schön mit einer intakten Hautbarriere

Die Feuchtigkeitsbarriere der Haut ist verantwortlich für die Speicherung von Feuchtigkeit. Nur eine starke Barriere kann uns nachhaltig vor Hautkrankheiten und dauerhaftem Feuchtigkeitsverlust bewahren. Sie hält die Epidermis hydratisiert und gesund. Diese lipidreiche (griech. lipos = Fett) Schicht zwischen den Hornzellen reguliert, dass zu viel Wasser verloren geht. Die Hautbarriere kann z. B. durch eine konventionelle Gesichtsreinigung geschwächt werden. Mehrstufige Reinigungsrituale mit aggressiven, fettlösenden Substanzen können die natürlichen Fette auswaschen.

Ist die Hautbarriere defekt, kann sie ihre wichtige Schutzfunktion nicht mehr erfüllen und Feuchtigkeit nicht mehr halten. Das kann ernsthafte Probleme mit der Hydration verursachen. Die besten Feuchtigkeitsspender dieser Welt werden in diesem Fall nicht helfen können.

Eine gesunde Schutzschicht ist daher von großer Bedeutung und der systemische Aufbau eines hochwertigen Kosmetikums entscheidend. Denn es braucht deutlich mehr als nur ein paar Feuchtigkeitsspender.

Den Wasserhaushalt der Haut fördern


01

Wenden Sie eine gezielte, sanfte Reinigung an, die die Hautbarriere schützt.

02

Achten Sie auf eine wirksame Pflege, die den natürlichen Feuchthaltefaktor (NMF) Ihrer Haut unterstützt.

03

Die richtigen Feuchtigkeitsspender sorgen dafür, dass die Haut wieder mehr Wasser speichern kann und die Hautbarriere gestärkt wird. Dies können Wirkstoffe wie Hyaluronsäure oder DayMoist CLR® sein.

PROFESSIONAL Hyaluron Energie Creme Tag
Auffüllende Anti-Aging-Pflege mit hochwirksamem Energiekomplex.

PROFESSIONAL Hyaluron Repair Creme Nacht
Anti-Age-Nachtpflege mit Hyaluronsäure und hochwertigem Repairkomplex.

04

Reduzieren Sie den Wasserverlust der Haut (TEWL = transepidermaler Wasserverlust) durch eine gesunde Hautbarriere. Natürliche Fette versorgen die Haut mit verschiedenen Fettsäuren, aus denen sich die Hautbarriere zusammensetzt.

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© Hildegard Braukmann