Hello summer – entspannt die Sonne genießen
Kosmetologin
Der Einfluss der Sonne auf unsere Gesundheit und unseren Gemütszustand ist bedeutend. Mit den ersten Sonnenstrahlen nach dem Winter werden unsere Lebensgeister wiedererweckt. Wir sind aktiver, beschwingter, einfach besser gelaunt. Wir profitieren von den lang ersehnten Sonnenstrahlen, da diese nicht nur unsere Stimmung aufhellen, sondern uns auch bei der Abwehr von Krankheitserregern unterstützen. Sonnenlicht beschleunigt die Serotoninproduktion des Körpers, stärkt unser Immunsystem, hilft dabei, uns vor Infektionen zu schützen und führt zu einer Produktion von Vitamin D im Körper. Genießen Sie die Sonne, aber nur in Maßen, um jung und gesund zu bleiben.
Vitamin D – das Sonnenvitamin
Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin. Fettlösliche Vitamine können – im Gegensatz zu wasserlöslichen Vitaminen – von unserem Körper gespeichert, also bevorratet werden. Laut einer repräsentativen bundesweiten Untersuchung (Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland, DEGS) waren 60 Prozent der deutschen Bevölkerung nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt, wobei 30 Prozent einen eklatanten Vitamin-D-Mangel aufwiesen. Es unterstützt die Aufnahme von Calcium und Phosphor, den Erhalt von Knochen und Zähnen, die Muskelfunktionen, die Zellteilung oder das Hormon- und Immunsystem. In jedem Alter ist die Vitamin-D-Versorgung sehr wichtig, deshalb halten Sie bitte Ihren persönlichen Vitamin-D-Spiegel im Auge. Ganz wichtig für die individuelle Gesundheitsstrategie: Schützen Sie sich bewusst mit einem gezielten, individuellen UV-Schutz, der die Vitamin-D-Anregung berücksichtigt und sicher vor Hautschäden und Hautkrebs schützt. Bis zu 80 Prozent unseres Vitamin-D-Bedarfs wird dabei über unsere Haut hergestellt, allerdings nur, wenn ausreichend Sonnenlicht zur Verfügung steht. Allein durch die geografische Lage steht die Sonne in Deutschland zwischen Oktober und März bzw. April nicht hoch genug am Himmel. Prinzipiell kann der Körper das im Sommer gebildete Vitamin D im Fett- und Muskelgewebe sowie in der Leber speichern und dann im Winter zur Verfügung stellen. Nur ein geringer Teil kann dabei über die Nahrung aufgenommen werden. Vitamin D erfüllt im Stoffwechsel viele Funktionen.
Unsere Haut vergisst nichts
Bei Sonneneinstrahlung sendet uns die Haut „Warnsignale“ in Form von Rötungen, Reizungen und Schwellungen, wenn wir unsere Toleranzschwelle überschreiten – das heißt wir bekommen einen Sonnenbrand.
Wichtig zu verstehen: Sind Falten oder Pigmentflecken erst einmal aufgetreten, ist es sehr schwierig sie wieder abzumildern, oftmals sind die erworbenen Sonnenschäden irreparabel. Dabei sind die tiefen Schäden unserer Zellen für uns zunächst nicht sichtbar, später sind sie allerdings mit voller Wucht von der Haut ablesbar. Einfacher und effektiver ist die Strategie, solchen Schäden vorzubeugen. Wer sich sein ganzes Leben vor den schädlichen Auswirkungen der Sonne schützt, darf sich auch im Alter über einen gesunden, rosigen und prallen Teint freuen.
Unser oberstes Ziel – das angeborene „Sonnenkonto“ nicht überziehen
Auch Menschen, die keinen Sonnenbrand bekommen, weil sie das ganze Jahr über braun sind, haben ein stetig steigendes Krebsrisiko. Bereits bei circa sechs Sonnenbränden erhöht sich das Hautkrebsrisiko um den Faktor 2,5. Wir sollten die Haut daher vor Sonnenbrand schützen und nicht dem Wunsch nachjagen, permanent braun sein zu wollen.
Den größten Schaden richtet nicht der Urlaub an, sondern das „Tagtägliche“. Wir sind alle bei unserer Geburt mit einem individuellen „Sonnenkonto“ ausgestattet und sollten es nicht überziehen. Jedes Sonnenbad wird von diesem Konto bezahlt! Je früher es aufgebraucht ist, desto schneller bekommen wir Probleme. Unsere Haut sammelt sozusagen die Strahlenschäden und häuft sie im Laufe der Zeit an.
Clever und smart beraten mit gezieltem Sonnenschutz:
Es darf nicht das Ziel sein, die Haut pauschal mit einem UV-Schutz von 50 oder sogar mehr abzuschotten. Das würde sogar zu mehr Nachteilen als Vorteilen führen. Wir wollen uns stattdessen einen ganz persönlichen und gezielten Lichtschutz zu Nutzen machen, je nach Hauttyp, UV-Bestrahlung, Länge des Aufenthalts und persönliche Einflüsse, wie z. B. Medikamenteneinnahme.
Sonnenschutz das wirksamste Anti-Aging
Die meisten Sonnencremes werden in Deutschland im Sommer verkauft. Das ergibt auch Sinn, denn jetzt scheint die Sonne ja schließlich am meisten. Bei keinem anderen Thema wie dem „richtigen Sonnengenuss“, liegen Freud und Leid so dicht beieinander. So angenehm Sonnenschein und warmes, sonniges Wetter auf uns wirken, eine „Überdosis“ schadet unserer Gesundheit und Attraktivität. Aber auch an einem bedeckten Tag kann die UV-Strahlung unserer Haut enorme Schäden zufügen und sie schneller altern lassen. Ein guter Sonnenschutz ist dann unerlässlich, denn Sonnencreme ist das beste Anti-Aging-Mittel, um die Haut gesund und jung zugleich zu halten und Zellschäden in unserer Haut zu verhindern.
Typische Erscheinungen vorzeitiger Hautalterung (Photo-Aging):
1. Hautalterung – Falten, Runzeln, schlaffe Haut
2. Hautverdickung – ledrige Haut
3. Pigmentflecken
4. bleibende Gefäßerweiterungen/Rötungen
5. Hautkrebs
Wovor sollte ein gutes Sonnenprodukt uns schützen
Die Wissenschaft hat in den letzten Jahren eine Reihe neuer Erkenntnisse, über die schädigenden Auswirkungen der Sonnenstrahlung gewonnen. Es ist kein Geheimnis, dass starke UV-Strahlen die Haut schädigen. Die Auswirkungen der anderen Komponenten der natürlichen Sonnenstrahlung, wie Infrarot und sichtbares Licht, sind hingegen weniger bekannt. Studienergebnisse aus England konnten nun zeigen, dass die Zellschäden in tiefen Hautschichten wesentlich stärker waren, wenn die UV-Strahlung mit infrarotem und sichtbarem Licht kombiniert wurde, im Vergleich zur reinen UV-Licht Exposition. Dagegen scheinen die oberen Hautschichten ausschließlich durch UV-Strahlung geschädigt zu werden. Auch wenn infrarotes und sichtbares Licht weder Sonnenbrand noch Hautkrebs begünstigen, erscheint es zum jetzigen Zeitpunkt wichtig zu sein, sich vor dem gesamten Spektrum des Sonnenlichts zu schützen.
UVA-Strahlung, der energieärmere Anteil der UV-Strahlen, sorgt für die Bräune unserer Haut. Sie lässt sie aber auch schneller altern. Für den Sonnenbrand ist die energiereichere UVB-Strahlung verantwortlich und kann Hautkrebs verursachen. Sonnencreme enthält daher Stoffe, die uns sowohl vor UVA- als auch UVB-Strahlen schützen. Zusätzlich gibt es noch unterschiedliche Typen von Sonnenschutzfiltern: chemische und physikalische Filter. Die schädlichen UV-Strahlen, werden vom chemischen Filter in Wärme verwandelt. Nach dem Eincremen muss man daher immer noch einige Zeit warten, bis man sich in die Sonne legen sollte, damit diese Sonnenschutzfilter richtig wirken können. Wohingegen physikalische Filter wie kleine Spiegel auf der Haut wirken, die UV-Strahlen reflektieren und sofort nach dem Eincremen ihre Wirksamkeit entfalten.
Die große Herausforderung in der Entwicklung eines hochwertigen Sonnenprodukts ist die ausgeklügelte Kombination beider Filtersysteme. Ein gutes Sonnenprodukt bietet sicheren Schutz, gute Verträglichkeit und ein angenehmes Hautgefühl.
Wichtig zu wissen:
- Über 90 Prozent der UV-Strahlung dringt durch eine leichte Wolkendecke.
- Fensterglas lässt bis zu 60 Prozent der UVA-Strahlung durch.
Lichtspektrum – mögliche Hautschäden bei Überdosierungen
Korrektes Eincremen, das A und O
Wichtige Tipps für die Anwendung
Auf die richtige Menge kommt es an
Beim Sonnenschutz gilt: lieber zu viel als zu wenig. Nur so wird der ausgelobte Lichtschutz auch wirklich erreicht. Eine 150 ml Flasche sollte während eines Urlaubs am Meer nach circa drei Tagen aufgebraucht sein. Die Sonnenschutzcreme und auch das Sonnenschutzspray in die Hand geben, auftragen und einstreichen. Einen kurzen Moment warten und anschließend anziehen. Für Erwachsene gilt die Faustregel: Bei Sonnencremes einen dicken Strich über die Länge des Zeige- und Mittelfingers auftragen und bei jeder einzelnen Körperregion, wie Bauch, Arme, Kopf mit Hals, Beine und Rücken wiederholen. Bei Sonnensprays sind das circa 25 Sprühstöße bei Frauen und 30 Sprühstöße bei Männern.
An alles gedacht
Oftmals werden Partien vergessen, wie z. B. Füße, Hände, Rücken, Haaransatz, Nacken sowie die Rückseite der Arme. Die Ohrspitzen sind die häufigste Stelle für weißen Hautkrebs.
Eine routinierte Reihenfolge ist wärmstens zu empfehlen: Rechter Fuß, rechtes Bein, linker Fuß, linkes Bein, rechte Hand, rechter Arm, linke Hand, linker Arm, Bauch, Brust, Dekolleté, Hals, Gesicht und Kopf. Den Rücken am besten eincremen lassen. Unbedingt vor dem Strandbesuch/Ausflug eincremen, da sich der Lichtschutz erst nach circa 30 Minuten vollständig aufgebaut hat.
Nachcremen erwünscht
Schwitzen, schwimmen, abtrocknen, Abrieb durch Kleidung usw. reißen Lücken in die Schutzschicht. Auch „wasserfeste“ Produkte waschen sich nach und nach ab, nur eben etwas langsamer als andere. In unserem Breitengrad geht man von einer Eigenschutzzeit von circa 20 Minuten aus. Dies können Sie über Ihr individuelles Sonnenprodukt über den jeweiligen Faktor 30 oder 50 erhöhen. Hier lautet allerdings die Dermatologen-Empfehlung: Diese Zeit nur zu drei Vierteln ausnutzen, um sicher vor Photo-Aging und Hautkrebs geschützt zu sein. Unser Tipp: Alle zwei Stunden nachcremen. So wird die Schutzwirkung aufrechterhalten. Gleichzeitig pflegen wir unsere Haut dabei streichelzart.
After Sun
Während wir unseren Sommerurlaubstag genossen haben, musste unsere Haut richtig arbeiten. UV-Strahlen, Hitze, Wind, Sand, Salz- und Chlorwasser sowie Schweiß fordern unsere Haut heraus. Mit gezielter After Sun Pflege unterstützen wir nicht nur die Regeneration der Zellen, sondern auch die Feuchtigkeitsversorgung der Haut. Für den schönsten Sommerteint, alles herrlich leicht und frisch auf der Haut.
Schon gewusst:
Eine Frau benötigt rund 30 ml Sonnencreme, was drei gut gefüllten Esslöffeln entspricht. Ein Mann benötigt rund 40 ml Sonnencreme, was vier gut gefüllten Esslöffeln entspricht. Das entspricht mindestens einer halben Espressotasse für den gesamten Körper.