Pflegetipps

Warum uns trockene Haut schneller altern lässt – und was hilft

Britta Strenger ist eigenverantwortlich für die Entwicklung von Behandlungs- und Produktkonzepten, Planung und Durchführung von Kosmetikseminaren, fachliche Leitung des Beauty Center, Konzeption von Ratgebern und Magazinen zuständig.
Britta Strenger

Kosmetologin

Sinnlichkeit, wohlige Wärme, sanft weiche Geschmeidigkeit – das alles kann ein positives Hautgefühl bei uns auslösen. Gerade im Winter sieht die Realität bei vielen Menschen allerdings anders aus: rissig, rau, ein unangenehmes Spannungsgefühl mit Juckreiz. Das verbinden vor allem Frauen mit ihrer „Winterhaut“. Die drohende Frühalterung der trockenen Haut lässt sich aber über eine gezielte Hautpflege mit Feuchtigkeit und Lipiden verhindern. Wie Sie das am besten machen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Nur trockene Haut oder bereits eine Neurodermitis

Wir leiden heute immer öfter an trockener Haut. Das liegt zum Teil an erworbenen Gewohnheiten, wie z. B. dem täglichen Duschen oder Baden. Aber auch lang anhaltende Stressphasen können in einen „Haut-Burn-out“ führen, mit gestörter Hautbarriere und Trockenheit.

Gleichzeitig ist eine zunehmende, grundsätzliche Empfindlichkeit der Haut zu beobachten. Ein Großteil der Betroffenen leidet unter Neurodermitis (atopische Dermatitis), Ichthyosis (Verhornungsstörung) und/oder allergischem Asthma bronchiale. Doch neben Haut- und Lungenkrankheiten können auch diverse andere internistische Erkrankungen wie Schilddrüsenunterfunktion, Nierenerkrankungen (Dialyse) und Diabetes mellitus das Auftreten trockener Haut fördern.

Trockene Haut entsteht u. a. durch häufiges langes Baden mit heißem Wasser.

Die meisten Menschen mit einer moderat ausgeprägten Hauttrockenheit sind allerdings nicht von einer Erkrankung betroffen. Die Ursachen liegen vielmehr in begünstigenden äußeren (exogenen) Faktoren sowie einer dem Hauttyp nicht angepassten und unregelmäßigen Hautpflege.

Leiden Sie unter trockener Haut? Für Ihren kleinen persönlichen Hautcheck beantworten Sie die folgenden Fragen mit „Ja“ oder „Nein“:

  • Haben Sie häufig ein Spannungsgefühl?
  • Zeichnet sich Schüppchenbildung z. B. an den Augenbrauen ab?
  • Leiden Sie unter Juckreiz?
  • Sieht Ihre Haut feinporig aus?
  • Wirkt Ihre Haut zerbrechlich?
  • Neigt Ihre Haut zu kleinen Rissen (Rhagaden)?
  • Haben Sie Grießkörner (Milien) am Auge?
  • Sind Ihre Haare bzw. ist Ihre Kopfhaut trocken?

Wenn Sie diese Fragen überwiegend mit „Ja“ beantwortet haben, weist vieles auf einen trockenen Hautzustand hin. Eine professionelle Hautanalyse erhalten Sie im Kosmetik-Institut.

Wie entsteht trockene Haut eigentlich

Es sind zwei Faktoren bekannt, die an der Entwicklung trockener Haut beteiligt sind:

  • mangelnde Talgdrüsenproduktion bzw. minderwertige Zusammensetzung von Hautlipiden (z. B. bestimmter Ceramide)
  • Dehydration mit einem Mangel an hauteigenen Feuchthaltefaktoren

Dieser Fett- und Feuchtigkeitsmangel schwächt unsere Hautschutzbarriere massiv und die Folgeerscheinungen können dramatisch sein. Ist die Hautbarriere erst einmal geschädigt und löchrig, haben Umweltgifte (Noxen), allergieauslösende Stoffe, Allergene (Pollen), Erreger (Pilze, Bakterien) und Chemikalien leichtes Spiel, um Entzündungen auszulösen. Soweit der Blick von „außen“.

Schauen wir uns nun aber einmal das „Innenleben“ an. Ist die Welt für unsere Hautzellen in Ordnung, dann liegt ein wahrlich „saftiges“ Milieu vor. Bei einer defekten Hautbarriere verdampft allerdings das wertvolle Wasser ungehindert und hinterlässt dürre Landschaften mit sichtbaren Folgen: Die Haut trocknet aus, wirkt zerknirscht, verknittert und reagiert hypersensibel. Mit etwas Pech wird daraus ein unangenehmes Austrocknungsekzem und wenn wir dieses nicht ernst nehmen, setzt sich dann noch eine Kontaktallergie obendrauf.

Unsere oberste Priorität sollte es also sein, die Barrierefunktion unserer Haut zu stärken bzw. sie zu reparieren, wenn sie beschädigt ist.

Interne und externe Einflussfaktoren für eine trockene Haut


Trockene Haut ist ein Hautzustand, der angeboren oder erworben sein kann. Einige Menschen haben schon seit der Kindheit trockene Haut. Besonders Babys, Kleinkinder und Kinder unter 10 Jahren und Erwachsene über 40 Jahre sind am häufigsten von trockener Haut betroffen. Frauen neigen übrigens weitaus öfter zu trockener Haut, als Männer.

Unsere Gene wurden uns in die Wiege gelegt, sie gehören zu den internen Einflussfaktoren. Hier können wir nur wenig tun. Aber wir können externe Faktoren sehr wohl beeinflussen. Doch welche Faktoren sind das genau?

Persönliche Gewohnheiten

  • häufiges langes Baden und Duschen
  • heißes Wasser
  • Verwendung von alkalischen Seifen
  • mangelnde bzw. falsche Pflege der Haut
  • minderwertige Emulgatoren

Umweltfaktoren

  • extreme Temperaturen (Kälte/Hitze)
  • trockene Luft
  • Wind
  • Jahreszeiten (Herbst/Winter)
  • UV-Strahlung
  • Luftverschmutzung

Faktoren in geschlossenen Räumen

  • Klimaanlage
  • Zentralheizung
  • niedrige Luftfeuchtigkeit (optimal zwischen 40 und 60 Prozent)

Sonstiges

  • häufige Flugreisen
  • chronische, mechanische Irritationen (Reibung, enge Kleidung)
  • Textilien (Wolle)
  • Medikamente (Retinoide, Cholesterinsenker, Diuretika)
  • Chemikalien
  • psychische Faktoren wie lang anhaltender negativer Stress
  • hormonelle Dysbalancen (Östrogenmangel), Schwangerschaft, Wechseljahre, Menstruationszyklus

Die richtige Hautpflege spielt bei trockener Haut eine tragende Rolle. Hierbei sollten sanfte Produkte mit hautphysiologischen Lipiden verwendet werden, um die Hautbarriere langfristig zu stabilisieren beziehungsweise wiederaufzubauen.

Reinigung bei trockener Gesichtshaut

Ein wesentlicher Aspekt bei der Reinigung der trockenen Haut ist die Stabilisierung des pH-Werts mit seiner Bedeutung für die Barrierefunktion. Auf der anderen Seite ist es wichtig, die Haut von Schmutzpartikeln, Pollen und Schuppen zu befreien. Dieser Balanceakt gelingt mit unseren innovativen Reinigungsprodukten:

  • PROFESSIONAL Reinigungsgelee sensitiv: ultramilde Reinigung für gereizte, sensible Haut – mit nativem Öl und Seefenchel.
  • PROFESSIONAL Mizellar Tonic: ultramildes Gesichtswasser mit Intensivfeuchthaltefaktoren für gereizte, sensible Haut.
  • INSTITUTE Reinigungs Milch sanft: milde Reinigung und ein samtiges Hautgefühl.
  • INSTITUTE Gesichts Tonic mild: klärt sanft und erfrischt angenehm die anspruchsvolle und sensible Haut.

Reinigungsmaske statt Peelings

Bei sehr trockener Haut liegt die Priorität der Reinigung im Abendritual. Morgens empfehlen wir das erfrischende Tonic, um die Stoffwechselendprodukte der Nacht und Schweiß von der Haut abzutragen, nur so kann im Anschluss die Pflege von der Haut gut aufgenommen werden. Raue, spröde Haut mit ausgeprägten Austrocknungserscheinungen profitiert von Reinigungsmasken. Auf der Basis von Kaolin saugen Adsorptionskräfte Schadstoffe wie ein Magnet an. Dies garantiert eine schonende und gleichmäßige Abtragung von Zellrückständen und ersetzt damit das Peeling. Nach nur wenigen Minuten kommt eine glatte und erholte Haut zum Vorschein:

  • INSTITUTE Detox Maske: befreit die Haut von Schadstoffen – für einen verfeinerten, klaren Teint.

Wie Sie Ihre Haut tagsüber optimal schützen

Der Hautschutz für den Tag ist ein sehr wichtiges Thema, denn die sehr trockene Haut ist nahezu schutzlos den Herausforderungen des Alltags ausgeliefert. Kälte, plötzliche Übergänge von frostigem Wetter in warme Räume, sowie trockene Heizungsluft führen zusätzlich zu einer Stressbelastung des Hautorgans. Wir empfehlen zur Substitution der fehlenden Feuchtigkeit und Lipide:

  • PROFESSIONAL 24h Melissen Hautkur: wohltuende 24h-Intensivpflege, hautberuhigend und reizmildernd – für sensible Haut.
  • INSTITUTE Aktivierende Tages Creme rich: besonders reichhaltige Creme mit multiaktiver Wirkung.

Extremsituation Wintersport

So schön ein Skiurlaub ist: In höheren Berglagen ist der Schutz der Haut besonders wichtig, da die Intensität der UV-Einstrahlung wesentlich höher ist und die Haut bei Kälte keinen Talg mehr produziert. Für diese extremen Bedingungen empfehlen wir:

  • LIMITIERTE EDITIONEN Winter Season Gesichtscreme SPF 30: intensive Pflege und Lichtschutz für die strapazierte Winterhaut.
  • LIMITIERTE EDITIONEN Winter Season Lippen Balsam SPF 30: intensive Pflege und UV-Schutz.
  • LIMITIERTE EDITIONEN Winter Season Handcreme: Intensivpflege für streichelzarte und geschmeidige Hände.
Bei UV Strahlung und Kälte im Winter empfiehlt HILDEGARD BRAUKMANN die empfindliche Gesichtshaut besonders zu schützen mit Produkten mit SPF.

Erholung und Regeneration der Haut in der Nacht

Die trockene Haut benötigt auch in der Nacht mehr Aufmerksamkeit. Mit der richtigen Pflege können Mängel ausgeglichen und damit langfristig der vorzeitigen Hautalterung entgegengewirkt werden. Im Mittelpunkt stehen hochwertige hautbiophysiologische Lipide und Pflanzenöle, die sich direkt in die Hautbarriere integrieren und sie reparieren:

  • PROFESSIONAL 24h Melissen Hautkur: wohltuende 24h-Intensivpflege, hautberuhigend und reizmildernd – für sensible Haut.
  • INSTITUTE Regenerierende Nacht Creme rich: reichhaltige, multiaktive Creme für die intensive Pflege der anspruchsvollen trockenen Haut.

Unser Tipp aus dem Kosmetik-Institut:


Nutzen Sie für sich das Prinzip „Feuchtigkeit vor Fett“. Dies kann durch die Schichtung einer Fettcreme über eine Feuchtigkeitspflege, die den natürlichen Feuchthaltefaktor erhält, erfolgen. Durchfeuchten Sie dafür die trockene Haut zuerst intensiv:

  • PROFESSIONAL Hydra Collagen Plus Ampulle: Hydrolipidhochleistungskonzentrat – für feuchtigkeitsarme, trockene Haut.

Reichhaltige Wirkstoffcremes können im Anschluss spürbar intensiver von den Hautkanälen aufgenommen werden – für sichtbare und fühlbare Effekte.

Für besondere Verwöhnmomente pflegen Sie Ihre Haut zusätzlich mit einer Gesichtsmaske:

  • PROFESSIONAL Regenerativ Packung: reichhaltige Anti-Stress-Intensivpflege – vitalisierend und glättend.
  • INSTITUTE Rich & Pure Creme Maske: reichhaltige, cremige Luxuspackung für die sehr anspruchsvolle und trockene Haut.

Körperpflege bei trockener Haut – was wirklich hilft

Trockene Hautstellen können unangenehm jucken und HILDEGARD BRAUKMANN empfiehlt eine Körperpflege mit BODY LIFT Pro Hyaluron Körperlotion.

Trockene, juckende Stellen entstehen bevorzugt an den Armbeugen, Ellenbogen, Händen, Kniekehlen, am Rücken und am Schienbein. Besonders an Körperpartien, die kaum mit Talgdrüsen ausgestattet sind, die Haut dünn und exponiert ist. Erhält die Körperhaut zu wenig individuelle Pflege, liegen die Nervenfasern frei und es kommt leichter zu unangenehmem Juckreiz. Unsere Empfehlung, damit Sie sich in Ihrer Haut wohlfühlen:

  • BODY LIFT Aroma Bade und Dusch Öl: wohltuend duftendes Öl zum Baden, Duschen und für die Massage.
  • BODY LIFT Pro Hyaluron Körperlotion: hautstraffende Anti-Age-Körperlotion mit mediterranem Wohlfühlduft.
  • INSTITUTE Anti Falten Hals Creme: straffende Pflegecreme für die zarte Halspartie.

Unser Tipp:


Geben Sie ein paar Tropfen BODY LIFT Aroma Bade und Dusch Öl oder BODY LIFT Pro Shape Energie Öl in die Handwäsche Ihrer Strumpfhosen. Sie erhalten eine wunderbare zusätzliche Pflege in der Winterzeit.

Die richtige Ernährung für hydratisierte und gesunde Haut

Eine nährstoffreiche Ernährung ist nicht nur für den Körper gut, sie hilft auch bei trockener Gesichtshaut. Vitamine und Mineralstoffe unterstützen die Haut dabei, selbst gegen den Feuchtigkeitsverlust vorzugehen.

Empfehlenswert ist eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten.

Diese Nährstoffe sind besonders wichtig für die Haut:

  • Omega-3-Fettsäuren: Sie fördern die Hautelastizität und wirken entzündungshemmend. Gerade bei Neurodermitis können sie die Symptome lindern, indem sie Entzündungen reduzieren und die Hautbarriere stärken. Gute Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind z. B. fetter Fisch, Brennnesselsamen, Chiasamen sowie Lein- und Algenöl.
  • Antioxidantien, z. B. Beta-Carotin: Sie können dazu beitragen, Zellschädigungen durch sogenannte freie Radikale im Körper zu verringern. Freie Radikale verändern oder zerstören das Erbgut. Antioxidantien werden ebenfalls entzündungshemmende Eigenschaften nachgesagt. Enthalten sind sie z. B. in Karotten, Paprika und Aprikosen.
  • Biotin: Es aktiviert Enzymreaktionen, die eine zentrale Bedeutung im Stoffwechsel besitzen. Biotin schützt die Haut vor dem Austrocknen, stärkt die Haarstruktur und verhindert brüchige Nägel. Reichhaltige Quellen sind Eigelb, Haferflocken, Spinat, Nüsse und Saaten.
  • Zink: Es zählt zu den lebenswichtigen Spurenelementen und ist in tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten. Hilft bei trockener, gereizter Haut diese wieder zu beruhigen. Zink ist u. a. in Roggen, Weizenkeimlingen, Kürbis- und Sonnenblumenkernen, Hartkäse oder Linsen enthalten.
  • Eisen: Durch seine wichtige Rolle bei der Sauerstoffversorgung des gesamten Körpers ist Eisen von großer Bedeutung. Ein eklatanter Mangel kann auch ein Grund für eine sehr trockene Haut sein. Bei Verdacht bitte bei Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin abklären lassen.

Wichtig: Flüssigkeit nicht vergessen! Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr mit stillem Wasser und Brühe ist essenziell für ganzheitliches Wohlbefinden und eine ausgewogene Hautgesundheit.

Fazit:


Mit individueller und gezielter Hautpflege lässt sich direkt und effektiv die Hautbarriere stärken und reparieren. Gerade die tiefen Hautschichten lassen sich über einen bewussten und gesunden Lebensstil unterstützen. Die Kombination liefert beeindruckende Ergebnisse für eine zeitlose und attraktive Haut.

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© Hildegard Braukmann