Wirkstofflexikon: T
Tranexamsäure
wird aus der Aminosäure Lysin gewonnen und ist wasserlöslich. In der Medizin wird sie seit Langem zur Stillung von Blutungen verwendet. Die Dermatologie nutzt sie erfolgreich bei Pigmentstörungen (z. B. ausgelöst durch UV-Strahlen, Entzündungen oder hormonelles Ungleichgewicht), Rötungen und Pickelmalen. Die Wirkung von Tranexamsäure ist nicht pH-Wert-abhängig, d. h., sie wirkt auch in Formulierungen mit hautneutralem pH-Wert. Darüber hinaus zeichnet sie sich durch eine hervorragende Verträglichkeit aus, sogar bei sehr sensibler Haut. Der Wirkmechanismus von Tranexamsäure ist umfangreich, u. a. wird in den Melanozyten die Pigmentbildung verhindert und reduziert. Tanexamsäure wirkt in Kombination mit Niacinamid besonders effektiv, aber die depigmentierende Wirkung braucht etwas Zeit. Es sollten immer 8–12 Wochen regelmäßige Anwendung eingeplant werden, bevor Verbesserungen erkennbar sind.